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Infos von der Storchenkolonie Böhringen

Von storch - Geschrieben am 13.03.2012, 10:45

In unserer Storchenkolonie ist schon viel los. Fast alle alten Horste sind schon wieder belegt. Die Horste werden von den Vögeln restauriert und neues Nistmaterial aufgebracht. Manch einer holt die neuen Äste einfach mal schnell vom Nachbarhorst, wenn dieser grad nicht belegt ist.

Der Masthorst ist vom letzjährigen Paar wieder belegt. Ist das Männchen grade unterwegs, kommt manchmal schnell ein anderer fremder (unberingter) Storch auf den Horst ohne daß die Dame ihn abwehrt. Er darf also bei Ihr landen!  Aber der richtige Partner bekommt das aus der Ferne offensichtlich mit, denn dann kommt er sofort zurück und verjagt den Nebenbuhler vom Nest. Danach ist wieder Friede Freude Eierkuchen. Gemeinsam wird wieder gebaut und geliebt. Irgendwie fast wie im richtigen Leben.

Jetzt gegen Ende März sind 20 Horste durch Paare belegt, auf einigen wird schon gebrütet. Der 21. Horst ist gerade im Bau: Etwas abseits der eigentlichen Kolonie baut ein junges Paar auf einer Fichte ein neues Nest. Ein hier in Böhringen geborener Storch baut zusammen mit einem aus March-Neuershausen geborenem Storch einen neuen Horst. Dieser Breisgauer Storch war im letzten August kurz vor demWegflug in den Süden mit einer großen Gruppe von fremden Störchen in Böhringen für eine Nacht zu Gast. Dank der Beringung konnte er damals und jetzt identifiziert werden.

Zwei andere Horste, die letztes Jahr abgestürzt waren, wurden von den Störchen inzwischen wieder aufgebaut und belegt.

Von storch - Geschrieben am 16.05.2011, 12:17

Wir haben einen neuen Horstrekord in Böhringen. Nachdem im Frühling 3 neue Nester von den Störchen gebaut und belegt wurden, sind es nun insgesamt 22 Horste. Auf allen 22 Horsten wurde gebrütet, bei vielen ist schon Nachwuchs da. Ab und zu kann man einen jungen Storch sehen. Endlich hat es auch bei uns etwas geregnet, so daß die Storcheneltern bei der Nahrungssuche wieder leichter Futter finden können. Beide Eltern wechseln sich bei der Futterbeschaffung ab, einer bleibt immer auf dem Horst bei den Jungen.

Von storch - Geschrieben am 25.03.2011, 9:32

Februar 2011:
Die Horste werden in Besitz genommen und verteidigt. Da im Herbst 2010 2 Horste wegen morschen Ästen entfernt werden mussten, sind die restlichen vorhandenen Horste stark umkämpft, da die ersten Überwinterer aus dem Süden schon wieder da sind.
März 2011:
Eine defekte morsche Nistunterlage wurde durch eine neue ersetzt. Eine hiesige Metallbaufirma hat eine neue Unterlage aus Aluminium nach Maß gebaut, die inzwischen auf einer Birke perfekt angebracht ist. Und das alles umsonst. Herzlichen Dank dafür! 15 Minuten nachdem die Unterlage angebracht war, wurde sie von einem Storch für gut befunden und in Besitz genommen.

Von storch - Geschrieben am 20.07.2010, 13:37

Mit dem bl0ßen Auge sind die Jungstörche jetzt fast nicht mehr auszumachen.

Sie fliegen schon wie die Alten und sind auch fast gleich groß. Kein Wunder, denn gegen Mitte August machen sie sich auf die große Reise in den Süden zur Überwinterung. 21 Junge haben es in Böhringen  geschafft und sind flügge geworden. Das schlechte Wetter im Mai/Junihaben jedoch einige nicht überlebt. Dieses Jahr waren 18 Horste belegt, jedoch nicht auf allen wurde gebrütet. Die Böhringer Storchenkolonie ist schon eine Sehenswürdigkeit. Sogar bei den Geocachern (Schatzsucher mit GPS-Gerät) ist diese Kolonie bekannt und schon vielmals besucht worden.

 

Sonnenuntergang

Der Böhringer Kirchturmhorst auf der evangelischen Kirche im Abendrot

Von storch - Geschrieben am 21.03.2010, 18:57

06. Februar : Noch sind keine Rückkehrer aus dem Süden eingetroffen, aber manche Horste sind schon belegt.
01. März: Die ersten Störche aus dem Süden sind da und schon wird um die Horste gestritten u. gekämpft
06. März: Storchendame „1757“ hier auf dem Betonmast hat zur Zeit ein „Verhältnis“ mit einem unberingten, unbekannten „Mann“, da ihr langjähriger Partner noch nicht aus dem Winterquartier zurückgekehrt ist. Kommt er zurück, gibt es einen heftigen Kampf mit ungewissem Ausgang.
15. März: Der langjährige Partner „546B“ ist zurück, hat den Nebenbuhler verjagt, und seinen alten Horst mit Dame neu erobert. Alles wieder in Ordnung!

22.April: Auf 17 Horsten wird in diesem Jahr gebrütet

29. April: Abends gegen 20 Uhr fliegen ca. 15 fremde Störche über Böhringen und rasten kurz auf den Dächern. Gegen 21 Uhr wurden die Störche in Radolfzell im ehemeliges Kasernengelände (Neubaugebiet) gesehen.

2. Mai: Wegen des anhaltendens schlechten Wetters sind die Störche völlig durchnässt. Offensichtlich können sie dann nicht mehr richtig gut fliegen. Einige Brut-Störche die auf Nahrungssuche waren konnten deshalb nicht mehr ihren Horst anfliegen. Es muß  bei weiter anhaltendem schlechtem Wetter (Regen und kühl) mit Teilverlusten der Brut gerechnet werden. Für die Störche absolut kein Wonnemonat.

Von storch - Geschrieben am 04.03.2009, 17:39

Im Storchendorf Böhringen tut sich was. Einige Rückkehrer aus dem Winterquartier sind schon seit Mitte Februar wieder hier und besetzen ihre alten Horste. Es wird schon eifrig an den Horsten renoviert. Manche Pärchen kopulieren schon und zeigen Brutverhalten, indem sie sich aufplustern, wenn ein anderer Storch in die Nähe des Nestes kommt. Dazu wird dann auch heftig geklappert. Einzelne (jüngere) Störche übernachten nicht in einem Horst, sondern auf der Sirene am Feuerwehrhaus oder auf hohen Dächern. Sie trauen sich wohl nicht, einen fremden Horst zu “besetzen”.

Am Sonntag, den 1. März 09 konnte ich etwas tolles beobachten: Genau um die Mittagszeit herum flog über den Böhringer Horsten in ziemlich großer Höhe ein großer Storchenschwarm. Ich holte sofort meine Kamera und machte davon Fotos, denn es schienen mir ziemlich viele zu sein. Und auf dem Foto konnte ich dann nachzählen. Genau 71 Störche waren da zu sehen! Einfach fantastisch, so was zu sehen. Das ganze dauerte 5 Minuten, dann waren alle weg. Unsere Böhringer Störche haben das natürlich bemerkt und klapperten eifrig dazu als wollten sie sagen: Hier ist alles schon belegt.

 Storchenschwarm über Böhringen

Von storch - Geschrieben am 13.02.2009, 19:27

Gibt man bei Google den Begriff “Storchendorf Böhringen” ein, kommen doch einige Treffer!

z.B. bei der Schweizerischen Bundesbahn ist dies ein Begriff! Im Fahrplan des “Seehas” ist bei der Haltestelle Böhringen-Rickelshausen das Storchendorf Böhringen quasi als Freizeittipp aufgeführt! Ich finde das super.

 

Von storch - Geschrieben am 20.06.2008, 11:03


 

Am 11. Juni 08 war die erste Beringungsaktion in diesem Jahr in Böhringen. 4 Stunden war Storchenvater Wolfgang Schäfle mit Hilfe der Feuerwehr Radolfzell mit dem Beringen beschäftigt. Sein besonderer Dank geht an Familie Karrer, die in ihrem Garten mehrere Horste duldet und die Störche dadurch beispielhaft unterstützt. An insgesamt 10 Horsten wurden 26 junge Störche beringt. Eine weiterer Beringungstermin steht nochmals  an für die später auf die Welt gekommenen Jungstörche. Leider haben etwa 10 junge Störche auf verschiedenen Böhringer Horsten nicht überlebt, obwohl sie in den ersten Wochen gut herangewachsen sind. Genaue Gründe über das Ableben sind bisher nicht bekannt.

Seit Wochen schon ist Wolfgang Schäfle auch als Storchenpfleger damit beschäftigt, verletzte junge Störche großzuziehen und wieder einzuhorsten oder auch erwachsene verletzte Störche einzufangen und nach tierärztlichem Rat zu pflegen. Vielen herzlichen Dank dafür.
Wenn ein verletzter erwachsener Storch eingefangen werden kann, der eine Nummer trägt, kann anhand dieser Nummer festgestellt werden, zu welchem Horst er gehört. Dann kann auch sofort reagiert werden, denn schwer verletzte Brutstörche können sich an der Aufzucht ihres Nachwuchses nicht mehr beteiligen, die jungen Störche würden elend verhungern. Leider gibt es unter uns auch Menschen, die eine Beringung von Jungstörchen auf ihrem eigenen Areal nicht zulassen. Dies ist nur einer von vielen Gründen, warum eine Beringung so wichtig ist.

„Storchendorf Böhringen“ ist inzwischen zu einem Begriff geworden. Immer wieder kommen ganze Schulklassen, Fernsehteams oder andere Interessierte um sich über die Böhringer Storchenkolonie zu informieren. Spontan halten durchreisende Autofahrer oder Radler an, um die Storchenkolonie zu beobachten. Bitte helfen Sie mit, damit wir uns noch lange an unseren Störchen erfreuen können.

Von storch - Geschrieben am 09.05.2008, 7:25

In diesem Frühling 2008 sind unsere Störche eifrig mit der Aufzucht ihrer Jungen beschäftigt. Wahrscheinlich wird oder wurde auf 15 Horsten gebrütet. Auf einigen Horsten kann man schon die Jungen sehen. So auf dem Nest der kath. Kirche, wo 3 Junge zu sehen sind, auf dem E-Mast-Nest sind 2 Junge, auf dem ev. Kirchturmnest und dem neueren Firstdachnest sind ebenfalls je 2 Junge, auf dem Tannennest hinter der ev. Kirche sind 3 Junge (mit dem Fernrohr) zu sehen. Auf den restlichen Horsten konnte ich noch keine Beobachtungen machen. Das zur Zeit ideale Wetter für die Aufzucht hält hoffentlich noch eine Weile an. Dann könnte die Natur die letztjährigen sehr starken wetterbedingten Verluste wieder ausgleichen.

Vor einigen Tagen ist erstmals nach seiner Geburt ein vor 3 Jahren in Böhringen geborener Storch an seinen Geburtsort zurückgekehrt. Er hält sich besonders gerne an seinen “Geburtshorst” auf. Anhand der abgelesenen Ringnummer konnte er identifiziert werden. Immer wieder versucht er, seinen alten Horst zu erobern, er wird jedoch von den “Alten” verscheucht.

Von storch - Geschrieben am 13.03.2008, 12:48

Bei den Böhringer Storchennestern ist wieder richtig Leben eingekehrt. Der auf dem Dach der evangelischen Kirche im letzten Jahr abgestürzte Horst ist durch eine neue Nisthilfe sofort wieder angenommen worden. Die meisten Horste sind seit einigen Wochen schon wieder durch die letztjährigen Paare belegt. Aber ab und zu kommen immer wieder noch Rückkehrer aus dem Süden an, die dann Angriffe auf bestimmte Horste starten. Es sieht schon so aus, als wie wenn auf einigen Horsten schon gebrütet wird. Das wäre jedoch sehr früh. Wenn es so wäre, würden die ersten Jungen etwa Mitte April auf die Welt kommen. Da heisst es nur abwarten. Die bisherigen starken Windböen haben die Horste überstanden.

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